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Die Enstehung eines Modells der Namenwahl: Magnús als Name für illegitimes Kind des Herrschers im mittelalterlichen Skandinavien

P. 301-314.

Der Name Magnús war ein universales und besonders in Norwegen vom 11. bis 13. Jahrhundert weit verbreitetes Instrument, um genealogische Mängel zu kompensieren. Die verschiedenen Manipulationen der Namen schufen ein ganzes Arsenal an Mitteln zur dynastischen Steuerung. Magnús gehörte offenbar zu den Namen, die im Zuge der Christianisierung ins Königsgeschlecht eingingen. Er schuf recht schnell seine eigene Mikrotradition und stellte alle anderen christlichen Namen in den Schatten, wenn es um dynastische Ziele ging. Am Beispiel Magnús ist zu sehen, wie jedes neue Element alsbald von Traditionen umrankt wird. Überhaupt setzen sich Entlehnungen und Neuerungen in einer Kultur häufig unter Einfluss der Familie des Monarchen durch, wobei auch gerade die Herrscherfamilie Präzedenzfälle, Kontinuität und Vorbilder braucht.