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Die Krise in den Regionen Russlands

Russland Analysen. 2016. No. 318. P. 2-8.

Die aktuelle Wirtschaftskrise in Russland unterscheidet sich von den vorhergehenden. Sie begann 2013 aufgrund innerer Entwicklungshemmnisse, zu denen sich erst 2015 externe Faktoren hinzugesellten (sinkender Ölpreis und Sanktionen). Diese Krise unterscheidet sich von den vorhergehenden durch ein langsameres Schrumpfen der Wirtschaft und ein anderes Spektrum der akutesten Probleme: Das erste Problem besteht in einer seit 2013 erfolgenden Destabilisierung der regionalen Haushalte und in einer zunehmenden Schuldenlast, die sich aus der Notwendigkeit ergibt, die Erlasse des Präsidenten über eine Erhöhung der Gehälter der öffentlichen Angestellten umzusetzen. Der Föderale Haushalt wies erst 2015 wegen der fallenden Ölpreise ein Defizit auf. Das zweite Problem ist ein beträchtliches Absinken der realen Einkommen und ein noch stärkerer Rückgang des Konsums (des Einzelhandels). Das dritte Problem besteht in einem beschleunigten Schwund der Investitionen über die vergangenen drei Jahre. Die traditionellen krisenbedingten Probleme sind schwächer ausgeprägt: Ein Rückgang der Industrieproduktion setzte erst im Februar 2015 ein und fiel relativ gering aus. Die Arbeitslosigkeit ist minimal, der Arbeitsmarkt ist aufgrund einiger mildernder Faktoren relativ stabil. Das Bild der Auswirkungen der Krise in den verschiedenen Regionen unterscheidet sich ebenfalls nach allen Indikatoren von den vorhergehenden.